Wie lange Kittenfutter füttern bzw. ist Kittenfutter überhaupt nötig?

Wann, wie und wie lange kann ich Kittenfutter füttern?

Die Babykatze kommt nach langer Wartezeit endlich in ihr neues Zuhause. Nun stellt sich die Frage nach einem geeigneten Futter. Ein guter Züchter gibt dem neuen Besitzer für die nächsten Tage Futter für die kleine Katze mit. Die große Auswahl der verschiedenen Sorten Katzenfutter und Kittenfutter erweist sich als überwältigend und folgende Frage stellt sich automatisch.

Braucht die Babykatze spezielles Kittenfutter?

Wie lange Kittenfutter fütternSehen wir uns an, wie eine Katzenmutter in freier Natur ihre Babies ernährt. In den ersten Wochen erhalten die kleinen Katzen ausschließlich Muttermilch. Nach circa sechs bis acht Wochen entwöhnt die Mutter ihre Kitten und bietet ihnen hochgewürgte Nahrung an.

Katzenmütter entwöhnen ihre Katzenbabies durch selteneres säugen. Sie bieten ihnen nach und nach mehr vorverdaute Nahrung und Wasser an. Sie zeigt ihnen die Plätze zum Trinken und verringert stetig weiter das Milchangebot. Nach circa acht bis zehn Wochen sind die Katzenbabies so weit, dass die Mutter ihnen das Jagen zeigt. Ab der circa zehnten Woche würgt sie die Nahrung nicht mehr hoch, sondern bietet ihnen die von ihr erjagte Beute direkt an.

Mit circa vierzehn bis sechzehn Wochen beginnen sie zu jagen. Die Mutter liefert den Kleinen weiterhin einen Teil ihrer Beute, verringert diese Abgabe ab der circa fünfzehnten Woche stetig. Mit circa achtzehn Wochen jagen die kleinen Katzen selbstständig, wenn auch nicht in jedem Fall erfolgreich. Die Mutter zieht sich weiter zurück und ab circa dem sechsten Lebensmonat ernähren sich die kleinen Katzen selbstständig.

Speziell in der Zeit, in der die Katzenmutter ihre Kitten entwöhnt erhalten wir, als Katzenhalter, unsere Babykatze. Die natürliche Nahrung der Kitten enthält vorverdautes Fleisch, Innereien, Knochen und Fellanteile oder Federreste.

Das Babykatzenfutter aus dem Handel weicht im Hinblick auf die Inhaltsstoffe nur geringfügig von dem Futter für ausgewachsene Katzen ab. Ähnliches geschieht in der Natur. Aus diesem Blickwinkel betrachtet erweist sich Babyfutter im Gegensatz zu adultem Katzenfutter als nicht notwendig.

Ein guter Züchter oder Katzenhalter mit Katzenbabies gibt seine Katzenkinder nur vollständig entwöhnt in die Hände der neuen Besitzer.

Katzenzuchtvereine und andere Verbände raten zum Abgeben der Kitten bis nach der zwölften Lebenswoche zu warten. Viele Katzenhalter mit Kitten beachten diese Angabe nicht und die kleinen Katzen kommen im Schnitt zwischen der achten und zehnten Lebenswoche zu ihren neuen Besitzern.

Wer seine kleine Katze im Alter von acht bis zehn Wochen erhält, für den empfiehlt es sich der kleinen Katze Babykatzenfutter zu geben. Das Kleine hat seine Entwöhnung noch nicht abgeschlossen und benötigt noch mehrere Mahlzeiten pro Tag, wie einen höheren Vitamingehalt und mehr Energie im Futter.

Bei Katzenbabies aus dem Tierheim empfiehlt sich ebenfalls das vorläufige Füttern mit Babyfutter für Katzen. Sie sind in vielen Fällen nicht abgeschlossen entwöhnt. In vielen Fällen litten sie in den ersten Lebenswochen unter Hunger, wodurch sich ihre Vitamin- und Mineralstoffreserven nicht ausreichend füllten. Zudem leiden sie in vielen Fällen unter einer geringen Immunabwehr.

Neben dem Füttern von Babyfutter empfiehlt sich bei diesen Babykatzen das Zugeben von Mineralstoff- und Vitaminpräparaten.

kittenfutter nötigDie Gabe von wenigen Millilitern spezieller Katzenmilch einmal täglich und das Aufstellen von frischem Trinkwasser zum Löschen des Durstes unterstützen das gesunde Heranwachsen der Babykatzen.

Bei gut entwöhnten Katzenkindern, die im Alter von circa zwölf bis dreizehn Wochen das neue Heim beziehen erweist sich Babykatzenfutter als nicht notwendig. Die zusätzliche Milchgabe fällt ebenfalls weg. Sie haben das Entwöhnen abgeschlossen und in der Natur gehört ab jetzt das Jagen zu ihren Aufgaben.

Wohnungskatzen sind nicht auf das Jagen ihres Futters angewiesen und Freigänger füttert der Mensch ebenfalls. Das Jagen liegt den Katzen im Blut und Übung macht den Meister, wie ein Sprichwort so schön sagt. Gut entwöhnte Katzen sind in der Lage mit Katzenfutter für ausgewachsene Katzen normal heranzuwachsen und ihre Gesundheit leidet unter hochwertigen adult Katzenfuttersorten nicht.

Abwechslung im Futter und das Füttern von mehreren Mahlzeiten am Tag helfen ihnen, ihren Stoffwechsel zu stabilisieren. Nerven und Muskulatur bilden sich mit dieser einfachen Hilfe besser und stabiler aus, was sich im späteren Alter als vorteilhaft erweist.

Das Füttern von speziellem Babyfutter erweist sich insgesamt gesehen, als nicht für jede Babykatze notwendig.

Wie lange kann ich Kittenfutter füttern?

Katzenbabyfutter lässt sich bis zum Auswachsen der Katze füttern. Es ähnelt in der Zusammensetzung stark des adulten Futters und schadet der ausgewachsenen Katze nicht.

Wichtiger als die Frage nach der Dauer des Fütterns mit Babyfutter erscheint die Frage nach der Abwechslung. Katzen neigen dazu ab der circa zwölften bis dreizehnten Woche nicht mehr gern neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren.

Aus diesem Grunde erweist es sich als vorteilhaft, ihr in den ersten Wochen viele verschiedene Sorten Katzenbabyfutter anzubieten. In Geschmack und Zusammensetzung unterscheiden sich die verschiedenen Fleischarten und Menü-Zusammenstellungen stark. Je mehr sie probieren darf, desto weniger frisst sie später nur noch eine bestimmte Sorte.

Mit den unterschiedlichen Sorten lernt die Katze sich für neue Düfte und Geschmäcker zu öffnen. Auf diese Weise schult sich der Geschmackssinn und ihre Nase. Ihre Mutter macht es in der Natur ähnlich. Katzen gehören zu den Tieren, die sich nicht auf eine Tierart oder Rasse spezialisieren. Diese Möglichkeit kann der Katzenhalter seiner Babykatze mit dem breiten Spektrum der verschiedenen Katzenfuttersorten und Hersteller eröffnen.

Dasselbe gilt für Trockenfutter und Nassfutter. Katzenkinder, die von Baby an Trockenfutter erhielten, aber kein Nassfutter, lehnen im erwachsenen Alter Nassfutter stark ab. Dieses gilt es zu vermeiden, denn spätestens beim Erkranken der Katze zeigt sich, dass die Katze, die für sie lebenswichtige Futtersorten ablehnt. Der Grund liegt in ihren Geschmacksnerven und ihrem Geruchssinn. Diätfuttersorten und ähnliches riecht und schmeckt anders. Hat die Katze als Baby nicht gelernt neue Futtersorten zu probieren, lehnt sie kategorisch alle fremden Geschmäcker und Gerüche im Alter ab. Speziell bei Krankheit lehnen Katzen viele Katzenfuttersorten ab.

Der Wechsel vom Kittenfutter auf die verschiedenen Sorten Adult Katzenfutter fällt mit der großen Abwechslung im Babyalter leichter aus. Katzenkinder, die sich auf eine einzige Futtersorte fixiert haben, lassen sich schwerer umstellen und akzeptieren oftmals den Wechsel von Trockennahrung auf Nassfutter oder umgekehrt nicht.

Mit circa einem Jahr sind Katzen ausgewachsen und der Zeitpunkt des Umstellens von Babykatzenfutter auf Adultkatzenfutter ist gekommen. Das Weiterfüttern des Babyfutters schadet ihnen nicht. Es enthält einen höheren Energieanteil und diesen benötigt die ausgewachsene als Wohnungskatze oder der Freigänger nicht mehr.

Unsere Empfehlung:

* Preis wurde zuletzt am 24. September 2018 um 19:46 Uhr aktualisiert

Worin besteht der Unterschied zu normalem Katzenfutter?

Die Unterschiede zwischen Kittenfutter und adult Katzenfutter erweisen sich bei einem Vergleich als gering. Bei Hundewelpenfutter und Hundefutter zeigt sich dies anders und stellt keinen Vergleich zum Katzenfutter dar. Obwohl viele Familien beide Tierarten halten, erweist sich ihre Ernährung als unterschiedlich. Beide Fleischfresser entwickeln sich in der Kindheit anders und benötigen andere Inhalte in ihrem Futter.

Babykatzenfutter und adultes Futter für Katzen unterscheidet sich in den Gehalten der Vitamine, Mineralien und Energieträger. Vitamine, Energieträger und Mineralien erweisen sich bei den Kittenfuttersorten als geringfügig höher als bei den Adult-Futtersorten.

Da der Unterschied gering ist, erweist sich das Füttern mit Kittenfutter nur unter bestimmten Voraussetzungen als vorteilhaft. Das Kittenfutter unterstützt unvollständig entwöhnte, kranke oder unterversorgte Katzenbabies in ihrer Entwicklung, da ihnen in vielen Fällen noch Reserven fehlen. Gut entwöhnte Katzenkinder benötigen diesen Extraschub nicht.

Fazit – Wie lange Kittenfutter füttern bzw. ist spezielles Kittenfutter nötig?

Das Füttern von Babykatzenfutter bei nicht ausreichend entwöhnten, unterversorgten oder kranken Katzenbabies, kann ihre Entwicklung fördern. Je mehr Abwechslung ihr Futter enthält, desto umfangreicher entwickeln sich ihr Geruchssinn und ihre Geschmacksnerven. Viel Abwechslung bei den Sorten des Babykatzenfutters erleichtert das Umstellen auf Katzenfuttersorten für erwachsene Katzen.

Bei einem Katzenbaby, dass mit der zwölften Lebenswoche einzieht, erweist sich Kittenfutter als nicht vorteilhafter gegenüber adultem Katzenfutter. Dieses Katzenbaby braucht keinen Extra-Schub. Viel Abwechslung anbieten gilt bei diesen Katzenkindern als ebenso wichtig wie bei den nicht vollständig entwöhnten Kitten.

Insgesamt gesehen kann Babykatzenfutter sich als hilfreich darstellen, aber als wirklich notwendig stellt es sich nicht heraus. Abwechslung in Geschmack, Fleisch und Geruch zeigen sich als wichtiger für die kleine Katze und ermöglichen ihr ein viel breiteres Spektrum zur späteren Nahrungsaufnahme.

Abwechslungsreiches Futter und mehrere Mahlzeiten täglich bilden eine gute Grundlage zum Heranwachsen der kleinen Katze. Des Weiteren erweist sich das Anbieten von Trockenfutter und feuchten Futtersorten als vorteilhaft für das spätere Leben der kleinen Katzen.

Als unerheblich erweist sich die Frage danach, ob Babykatzenfutter oder Futter für ausgewachsene Katzen die Hauptnahrung bilden. Babykatzenfutter ist dann wichtig, wenn die kleine Katze unter ungeklärten Umständen zur Welt kam und nicht zu klären ist, inwieweit sie über ein ausreichendes Immunsystem verfügt. In diesem Fall reicht die Gabe von Babykatzenfutter in vielen Fällen nicht aus und es sind weitere Präparate für ein gesundes Entwickeln notwendig.